Donnerstag, 12. Februar 2015

Remix: Hektor und Hektor und Andromache Andromache


Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, Hektors Abschied von Andromache, 1812,
Niedersächsisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte,
(Bildquelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hektors_Abschied_von_Andromache_%28Tischbein%29.jpg)


Ilias statt Skifahren! Die 'Daheimbleiber' der Klassen 3ABCD haben die Abschiedsszene zwischen Troias Helden Hektor und seiner Frau Andromache neu erfunden, und das ging so: ein Vergleich zwischen der deutschen Übersetzung von Wolfgang Schadewaldt und der Filmszene aus Wolfgang Petersens Troia-Film von 2004 zeigt, dass im Film doch ziemlich viel Wichtiges weggefallen ist.

Was machen wir? Ein neues Skript. Nein, neun neue Skripte! In verschiedenen Farben! Und alle miteinander verwurstet. Auf den ersten Blick sind die Skripte sehr ähnlich, auf den zweiten gibt es ziemliche Unterschiede. Ergebnis: jeder Leser der Ilias schneidet anders mit. Keiner hat denselben Text …


Auf der nächsten Seite findet Ihr 
- den originalen Ilias-Text in der Übersetzung von Wolfgang Schadewaldt
- die Filmszene aus Wolfgang Petersens 'Troja'
- die neun Skripte ineinander verschachtelt, in verschiedenen Farben.











Hier die deutsche Übersetzung der Ilias-Stelle von Wolfgang Schadewaldt:
 
So sprach die Frau, die Schaffnerin. Und Hektor eilte vom Hause
Wieder denselben Weg die gutgebauten Straßen hinunter.
Als er an die Tore gelangte, die große Stadt durchschreitend,
Die Skäischen, wo er hindurchgehen mußte zur Ebene,
Da kam ihm die teuer umworbene Gattin entgegen gelaufen,
Andromache, die Tochter des großherzigen Eetion,
Des Eetion, der unter der bewaldeten Plakos wohnte,
In Theben unter der Plakos, und über kilikische Männer Herr war:
Dessen Tochter hatte der erzgepanzerte Hektor.
Die kam ihm da entgegen, und mit ihr ging die Wärterin

Und trug im Bausch den Knaben, den munteren, der noch klein war,
Hektors Sohn, den geliebten; er glich einem schönen Stern.
Den nannte Hektor Skamandrios, aber die anderen
Astyanax, denn allein beschirmte Ilios Hektor.
Ja, da lächelte er, auf den Knaben blickend, in Schweigen.
Andromache aber trat dicht zu ihm heran, Tränen vergießend,

Wuchs ihm ein in die Hand, sprach das Wort und benannte es heraus:
»Unbegreiflicher! Vernichten wird dich dein Ungestüm! Und nicht erbarmst
du dich
Deines kleinen Kindes noch meiner, der Unglücklichen, die ich bald Witwe
Von dir bin! Denn bald erschlagen dich die Achaier,

Alle herangestürmt. Mir aber wäre besser,
Wenn ich dich verloren habe, in die Erde zu tauchen! Denn keine andere
Erquickung wird mir noch sein, wenn du dem Schicksal gefolgt bist,
Nein, nur Gram! Und nicht leben mir Vater noch hehre Mutter.
Ja, unseren Vater erschlug der göttliche Achilleus
Und zerstörte die Stadt der Kilikier, die gutbewohnte,
Die hochtorige Thebe, und erschlug den Eetion.
Doch nahm er ihm nicht die Waffen: das scheute er in dem Mute,
Sondern verbrannte ihn mitsamt dem Rüstzeug, dem verzierten,
Und schüttete ein Mal über ihm auf, und rings pflanzten Ulmen

Die Nymphen vom Berge, die Töchter des Zeus, des Aigishalters.
Auch die sieben Brüder, die mir waren in den Hallen,
Die gingen alle an einem Tag in das Haus des Hades:
Alle tötete sie der fußstarke göttliche Achilleus
Über den schleppfüßigen Rindern und weißschimmernden Schafen.
Aber die Mutter, die Königin war unter der bewaldeten Plakos,
Diese führte er hierher mit den anderen Gütern

Und gab sie dann wieder frei und nahm unermeßliche Lösung.
Doch in den Hallen des Vaters traf sie Artemis, die pfeilschuttende.
Hektor! doch du bist mir Vater und hehre Mutter

Und auch Bruder: du bist mir der blühende Lagergenosse!
Doch so erbarme dich jetzt und bleibe hier auf dem Turm!
Daß du dein Kind nicht zur Waise machst und deine Frau zur Witwe.
Stelle das Volk beim Feigenbaum auf, wo am leichtesten
Ist ersteigbar die Stadt und berennbar die Mauer.
Dreimal kamen dort schon und versuchten es die Besten
Um die beiden Aias und den hochberühmten Idomeneus
Und um die Atreus-Söhne und den streitbaren Sohn des Tydeus:
Ob es ihnen einer gesagt hat, der die Göttersprüche gut weiß,
Oder wohl auch ihr eigener Mut sie treibt und anweist.«

Da sagte wieder zu ihr der große helmfunkelnde Hektor:
»Ja, an all das denke auch ich, Frau. Aber zu furchtbar
Schäme ich mich vor den Troern und schleppgewandeten Troerfrauen,
Wollte ich mich wie ein schlechter Mann vom Kampfe fernhalten.
Auch heißt es mich nicht mein Mut, da ich lernte, immer ein Edler
Zu sein und unter den vordersten Troern zu kämpfen,
Zu wahren des Vaters großen Ruhm und meinen eigenen.
Denn gut weiß ich das im Sinn und in dem Mute:

Sein wird der Tag, wo einst zugrunde geht die heilige Ilios
Und Priamos und das Volk des lanzenguten Priamos.

Doch nicht der Schmerz um die Troer wird mich hernach so kümmern,
Selbst um Hekabe nicht und Priamos, den Herrscher,
Noch um die Brüder, die da viele und edle
In den Staub fallen werden unter feindlichen Männern,
So wie um dich, wenn einer von den erzgewandeten Achaiern
Dich Weinende wegführt und raubt dir den Tag der Freiheit,
Und du in Argos webst für eine andere am Webstuhl
Und Wasser trägst von der Quelle Messeis oder Hypereia,
Viel widerstrebend, doch ein harter Zwang liegt auf dir.

Und einst wird einer sprechen, wenn er sieht, wie du Tränen vergießt:
‘Die da ist Hektors Frau, der der Beste war im Kampf
Unter den pferdebändigenden Troern, als sie um llios kämpften.’

So wird einst einer sprechen, und dir wird neu der Schmerz sem
Im Entbehren eines solchen Mannes, der abwehrte den Tag der Knechtschaft.
Aber mag mich doch, gestorben, die aufgeschüttete Erde decken,
Ehe ich deinen Schrei vernähme und deine Verschleppung!«
So sprach er und langte nach seinem Sohn, der strahlende Hektor.

Zurück aber bog sich das Kind an die Brust der schöngegürteten Amme,
Schreiend, erschreckt vom Anblick des eigenen Vaters.
Es fürchtete sich vor dem Erz und dem Busch von Roßhaar,

Den es sah, wie er furchtbar oben vom Helm hernieder nickte.
Da lachte sein Vater heraus und auch die hehre Mutter.
Sogleich nahm herab vom Haupt den Helm der strahlende Hektor
Und setzte ihn nieder zu Boden, den hellschimmernden.
Doch wie er nun seinen Sohn geküßt und in den Armen geschwungen,
Sprach er und betete zu Zeus und den anderen Göttern:
»Zeus und ihr anderen Götter! Gebt, daß auch dieser,
Mein Sohn, werde wie auch ich: hervorragend unter den Troern
Und so gut an Kraft, und daß er über Ilios mit Macht gebiete.
Und einst mag einer sagen: ‘Der ist viel besser als der Vater!’,

Wenn er vom Kampf kommt. Und er bringe ein blutiges Rüstzeug, 
Wenn er erschlug einen feindlichen Mann. Dann freue sich in ihrem Smn die
Mutter!«
So sprach er und legte seiner Gattin in die Arme
Seinen Sohn, und sie empfing ihn in dem duftenden Bausch des Gewandes,
Unter Tränen lachend. Den Mann erbarmte es, als er es sah,
Und er streichelte sie mit der Hand, sprach das Wort und benannte es heraus:
»Unbegreifliche! quäle dich mir nicht gar zu sehr in deinem Mute!
Denn über mein Teil hinaus wird mich kein Mann dem Hades vorwerfen!
Aber dem Schicksal, sage ich, ist keiner entronnen von den Männern,
Nicht gering noch edel, nachdem er einmal geboren. -

Doch du geh ins Haus und besorge deine eigenen Werke:
Webstuhl und Spindel, und befiehl den Dienerinnen,
An ihr Werk zu gehen. Der Krieg ist Sache der Männer,
Aller, und zumeist die meine, ·die wir angestammt sind in Ilios.«
So sprach er und nahm den Helm, der strahlende Hektor,
Mit dem Roßschweif. Seine Gattin aber schritt dem Haus zu,
Immer wieder sich umwendend und reiche Tränen vergießend.
Und schnell gelangte sie dann zu den wohlbewohnten Häusern
Hektors, des männermordenden, und traf drinnen die vielen
Dienenden Frauen und erregte unter ihnen allen die Klage.

Ja, da erhoben sie über den noch lebenden Hektor
In seinem eigenen Hause die Totenklage.
Denn nicht mehr, meinten sie, werde er aus dem Kampf
Wiederkehren, entronnen der Kraft und den Händen der Achaier.


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… hier die doch ziemlich kurze Umsetzung in Wolfgang Petersens Film Troia:







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und hier der Remix aus den neun neuen Skripten :)




Hektor kommt in Rüstung auf dem Weg zum Schlachtfeld zum Tor gelaufen. Andromache will ihn aufhalten, das Baby weint.

Hektor kommt gerade von Krieg und sieht mitgenommen aus.
Er trifft Andromache an der Mauer. Andromache hat Sohn auf dem Arm.

Hektor kommt mit Rüstung zu seiner Frau um Tschüss zu sagen

Hektor kommt auf Andromache zu, er trägt einen Helm.

Hektor in Rüstung trifft am Tor auf Andromache

Hektor, in Rüstung, geht zu seiner Frau Andromache. Seine Frau begrüsst ihn.

Hektor kommt ins Haus zurück. Er hat seinen Helm auf dem Kopf. Er trifft Andromache, die den Sohn in den Armen hält. Hektor begrüsst beide.

Amme kommt dazu und hält das Baby auf dem Arm.
Hektor streichelt seinem Sohn über den Kopf.


Andromache sitzt vor dem Spiegel und frisiert ihre Haare. Die Amme wiegt Skamandrios in ihren Armen. Hektor betritt bereits in seiner Rüstung das Schlafzimmer.

Hektor betritt das Schlafzimmer in seiner Rüstung. Andromache sitzt weinend auf dem Bett und sieht zum Baby, das in der Krippe liegt.

Er tritt ein und fängt an zu reden

Hektor: Guten Tag, meine Geliebte.

Hektor: Mein geliebter Skamandrios!

Andromache tritt zu Hektor und wirft sich ihm an den Hals.

Andromache: Hektor! Du lebst noch!

Hektor: Andromache, warum weinst Du?
Andromache: Sie sind alle tot!
Hektor: Wie meinst du, alle sind tot?
Andromache: Mein Vater, mein Bruder, meine Mutter, einfach alle! Achilleus kam und tötete meinen Vater und meine Brüder. Er hat sie einfach niedergeschlagen. Und meine Mutter hat er hierher verschleppt. Dann hat Artemis sie geholt. Du bist alles, was mir noch bleibt.

Sie sagt ihm, er soll bleiben, und er weigert sich

Andromache: Du darfst morgen nicht wieder kämpfen gehen!
fängt an zu weinen
Dieser Achilleus hat bereits meine ganze Familie umgebracht, er darf dich mir nicht auch noch wegnehmen.

Andromache: Wie ich sehe wirst du uns verlassen, um in den Krieg zu ziehen. Ich bitte dich Liebster, bleib bei uns! Ich bin davon überzeugt, dass du sterben wirst und unser Sohn und ich alleine zurückbleiben werden.

Andromache, bestimmt und laut: Hektor, bitte zieh nicht wieder in den Krieg! Du bist der Einzige, den ich jetzt noch habe. Meine ganze Familie haben sie ermordet! Willst du etwa, dass deine Frau Witwe und dein eigener Sohn Skamandrios Waise wird? Bitte bleib hier bei mir und lass die Truppen an der schwächsten Stelle der Mauer patrouillieren.

Andromache weint: Hektor! Bitte geh nicht wieder zurück, lass mich nicht alleine. Bleib hier bei deiner Familie.

Andromache weint: Hektor! Bitte geh nicht fort! Bitte lass mich nicht alleine.

Andromache: Bitte geh nicht! Willst du deine Frau einfach so zur Witwe und deinen Sohn zur Waise machen? Dich Achaier werden dich erschlagen. Bleibe mit deinen Männern hier und beschütze die Mauern.

Andromache: Wenn du gehst, wirst du sterben und ich werde Witwe, und unser geliebter Sohn muss ohne Vater aufwachsen.

Andromache: Denk doch auch an deinen Sohn, soll er als Waise aufwachsen?

Hektor: Das will ich doch nicht. Aber ich bin es den anderen Männern schuldig. Ich werde mich nicht wie ein Feigling verstecken. 

Hektor: Ich werde wieder zurück an die Front müssen.

Andromache: Ich begreife nicht, wie du mir das antun kannst, ich weiss du bist stark und mutig.
Zärtlich streicht sie ihm über die Wange.

Andromache: Doch du wirst dich selbst vernichten. Bitte denke doch an deinen Sohn und an deine treue Frau, die dann niemanden mehr hat. Die dann in den Nächten wach bleibt, sich sehnt nach deinen Küssen. Bleib doch auf dem Turm!

Andromache: Geh nicht! Du bist alles, was mir noch bleibt, was uns noch bleibt. Willst du denn, dass dein Sohn ohne Vater aufwachsen muss?

Andromache: Du kannst mich nicht alleine lassen, alle meine Lieben wurden getötet. Du bist jetzt alles für mich, ich brauche dich.

Andromache: Du bist alles für mich! Du bist mein Vater, meine Mutter, mein Bruder und mein Geliebter. Ohne dich kann ich nicht leben. Immerzu muss ich an Achilles denken und was er meiner Familie angetan hat. Bleib mit uns im Turm damit auch du deinen Jungen heranwachsen sehen kannst.

Hektor: Das hielte auch ich für besser, doch ich muss in den Krieg ziehen, denn ich würde mich vor den Troern schämen, wenn ich dem Krieg fernbleiben würde, und wenn ich gehe, so wird man dich als Frau des grossen Hektor erkennen.

Hektor: Nur zu gerne würde ich bei euch bleiben, doch Troia braucht mich. Was für ein Mann der Ehre wäre ich denn, würde ich nicht mit den anderen Männern Feind um Feind niederstrecken?

Hektor: Weine nicht, das macht meine Last nur noch schwerer. Ich habe keine andere Wahl, als zu kämpfen, sonst ist Troia nur noch ein Witz.

Hektor: Liebste Andromache, du weisst, dass mir keine andere Wahl bleibt, als in den Krieg zu ziehen. Ich bin der König und darf meine Würde nicht verlieren. Ich muss unserem Volk ein würdiger Herrscher sein.

Hektor: Andromache, ich muss in den Krieg zurück, ich bin ein Krieger. Das bin ich Troja schuldig.

Hektor: Andromache, ich muss in den Krieg ziehen, ich bin ein Krieger! Das bin ich Troia schuldig.

Hektor: Ich darf Troia nicht im Stich lassen, Liebste. Weißt du denn, was das für eine Schande für mich wäre?

Hektor: Ich muss meine Ehre bewahren! Mir zuliebe. Was wäre ich für ein Mann, der nicht in den Krieg zieht, um sein Vaterland zu verteidigen? Ich muss kämpfen, damit du nicht verschleppt wirst und als niedrige Sklavin dienen musst.

Hektor: Irgendwann wird Troja untergehen und du wirst als Sklavin verschleppt. Das könnte ich nicht ertragen. Ich ziehe in den Kampf und werde Troja verteidigen.

Hektor, zu seiner Frau sprechend: Du weisst, auch mich beschäftigt das, doch die Schande, die auf meine Familie kommen würde, wäre einfach zu gross. Der schlimmste Gedanke für mich ist, dass du eine Sklavin der Griechen würdest.

Andromache wird laut Aber du wirst sterben!

Andromache: Doch Hektor, du wirst sterben!  Was ist mit mir und deinem geliebten Sohn?

Andromache: Aber mich lässt du allein. Mich, die schon ihre ganze Familie verloren hat.

Andromache beginnt zu weinen. Hektor nimmt der Amme seinen Sohn ab und diese verlässt das Zimmer. Skamandrios erkennt seinen Vater mit der Rüstung nicht und beginnt ebenfalls zu weinen. 

Er trägt das Kind, und es fängt an zu weinen wegen seinem Helm

Hektor schaut das Kind an. Das Kind sieht den Vater und fürchtet sich vor seinem Helm, es weint. 

Als sich Hektor zu seinem Sohn wendet, weint dieser.

Das Baby beginnt zu weinen.

Andromache: Siehst du? Sogar unser Sohn möchte nicht, dass du in den Krieg ziehst. Er fürchtet sich vor deiner Rüstung.

Nimmt ihn in die Arme, der Sohn fängt an zu weinen.

Hektor will den Sohn in den Arm nehmen, doch er beginnt zu weinen und schreit.

Hektor greift nach dem ängstlich weinenden Sohn, lacht und küsst ihn.

Andromache fängt wieder an zu weinen. Hektor will sie in den Arm nehmen, doch die Rüstung stört. Er zieht sie aus und umarmt Andromache.

Hektor nimmt seinen Helm ab.

Hektor nimmt den Helm ab.

Hektor beschliesst, seinen Helm abzulegen und küsst das Kind.

Er zieht sein Helm aus und küsst ihn.

Hektor nimmt daraufhin seinen Helm ab und lächelt. Andromache und Hektor küssen ihren Sohn auf die Stirn.

Hektor streift sich den Helm vom Haupt und lächelt seinen Sohn an. Er dreht sich zu seiner Gattin um.
  
Hektor nimmt ihn auf den Arm: Ich muss gehen, ich kann mein Volk nicht im Stich lassen und mich wie ein Feigling verstecken. hebt seinen Sohn hoch Auch er wird eines Tages ein grosser Krieger werden und seinem Namen alle Ehre machen. Mögen die Götter ihm die Kraft dafür geben und ihn beschützen.

Hektor: Ich möchte nicht fortgehen und dich und unseren Sohn zurücklassen. Ich will erleben, wie er ein grosser Krieger wird und ich weiss, dies wird er eines Tages sein. Sogar ein noch grösserer als ich es bin.

Hektor: Andromache, auch ich will meinen Sohn aufwachsen sehen. Ich will sehen, wie er ein noch besserer Krieger als ich wird. Ich möchte, dass er mit einer blutigen Rüstung eines Feindes nach Hause kommt.

Hektor: Am liebsten würde ich bei dir und unserem Sohn bleiben. Doch ich bin ein tapferer König und Vater. Unser Sohn soll stolz auf mich sein und selbst zu einem mutigen Krieger heranwachsen. Du und unser Volk sollen einmal stolz auf ihn sein.

Hektor: Mein geliebter Sohn, einmal wirst auch du ein Krieger!

er legt das Kind zurück und verabschiedet sich

Hektor: Wie gerne würde ich ihn aufwachsen sehen. Er soll ein noch besserer Krieger werden, als ich es bin.
Andromache: So bleib doch hier und sieh ihn aufwachsen.
Hektor: Nein, mein Entschluss steht fest. Ich werde mich dem Kampf stellen.

Hektor eilt zu Andromache und legt ihr Skamandrios in die Arme. Er spricht seine letzten Worte bevor er sie in seine Arme schliesst.

Zu Skamandrios: Eines Tages wirst du ein grosser Krieger und noch viel mehr Feinde erschlagen als dein Vater, und die Leute werden zu dir aufschauen und das erkennen.

Zu Zeus gewandt:
Hektor: Zeus. Lass es zu, dass mein Sohn ein grosser Krieger wird, viele Feinde tötet und seiner Mutter deren blutige Rüstung nach Hause bringt. Lass es zu, dass alle Mädchen ihn lieben und einmal diese finden wird, für die er kämpfen wird.

Hektor: Ich wünsche, dass Skamandrios auch ein Krieger wird und zwar ein besserer als sein Vater. Geh zurück und mach weiter mit deinen Hausarbeiten.

Hektor: Nun, geh und widme dich deinen Aufgaben. Ich muss jetzt in den Kampf.

Hektor: Geh und befiehl den Dienerinnen an ihr Werk zu gehen, denn der Krieg ist Sache der Männer.

Hektor hält Andromache das Baby hin Nun nimm du ihn und kümmere dich gut um ihn. steht auf

sie will, dass er bleibt, und sagt mit weinender Stimme: Bleib hier bitte wir brauchen dich!

Andromache nimmt den Sohn entgegen Gib auf dich acht! greift nach seiner Hand
Hektor: Das werde ich. 

Hektor: Mache dir nicht zu grosse Sorgen um mich. Das Schicksal wird mich führen. Widme dich deinen Aufgaben. Der Krieg ist Sache der Männer.

küsst ihre Hand und geht ab

Hektor gibt den Sohn Andromache zurück, setzt seinen Helm auf und geht davon. Auf dem Weg dreht er sich noch einmal um.

Hektor nimmt seinen Sohn auf den Arm und küsst ihn. Er nimmt Andromache in den Arm und küsst sie, bevor er in die dunkle Nacht davon schreitet. 

er geht mit Tränen in den Augen, doch lässt sich nicht runterziehen

Andromache tritt weinend zur Seite und lässt Hektor durch das Tor schreiten

Andromache geht hinfort, dreht sich jedoch immer wieder nach Hektor um und vergiesst vereinzelte Tränen

Andromache folgt der Anweisung ihres Mannes. Die Bediensteten halten Totenklage, noch bevor Hektor tot ist.

Hektor verlässt das Haus und von drinnen her ertönt die Totenklage.


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