Montag, 24. August 2015

Seneca: Heuchler, Moralist, Lebemann?

Der Philosoph Lucius Annaeus Seneca ist vor allem deswegen ein beliebter Schulautor, weil sein Latein klar und einfach zu übersetzen ist – zumindest in Prosa, so werden seine philosophischen Briefe an den jungen Lucilius häufig gelesen. Deren Inhalte sind wenig spektakulär: in sanften Ermahnungen rät Seneca dem jungen Freund zu stoischem Masshalten, Gelassenheit, Menschenfreundlichkeit etc. Dass Seneca aber auch noch ein ganz anderes Gesicht hatte, wird häufig unterschlagen: unter dem Terrorregime seines Schülers Nero wurde er steinreich und lebte in luxuriöser Ausschweifung – bis Nero ihn zum Selbstmord zwang … Wer mehr wissen will, kann dies in einem spannenden Artikel des New Yorker nachlesen.


Seneca-Portrait als Teil einer Doppelherme, Antikensammlung Berlin, 1. Hälfte des 3. Jh. n. Chr.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Doppelherme_des_Sokrates_und_Seneca#/media/File:Seneca-berlinantikensammlung-2_copy.jpg

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